Dankbarkeit

Die vergangene Zeit hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Einige Drillingseltern wurden unbeschreiblich schwer vom Schicksal getroffen. Sie mussten eines oder sogar mehrere Kinder über den Regenbogen zu den Sternen ziehen lassen. Ich kann mir nicht anmassen über diesen Verlust und diese Schmerzen zu schreiben. Ich habe es nicht erleben müssen. Doch allein schon das Mitgefühl trifft mich tief im Herzen und erschüttert mich, so muss es für die Eltern unermesslich schwer sein.
Es hätte auch mich treffen können, meine Kinder, meine Familie. Das hat es nicht. Warum? Das weiss niemand. Ich weiss nur eines, ich möchte dankbar sein, dankbar für drei gesunde Kinder. Das ist das Mindeste, was ich tun kann, auch wenn es den Schmerz der Betroffenen nicht zu vermindern mag. Trotzdem möchte ich dankbar sein, dankbar für die Kinder, die mir geschenkt wurden. Ich weiss, das ist nicht selbstverständlich – es ist ein Wunder.
Das Leben mit Drillingen ist reichhaltig, es ist anstrengend, es ist voller Herausforderungen, voller Grenzerfahrungen, und natürlich auch voller Freude – eben voller Leben. Manchmal ist die Kraft knapp, der Geduldsfaden dünn, der Schlaf wenig, aber es gibt immer Momente, um dankbar zu sein. Das Schwierige soll nicht unter den Tisch gekehrt werden, es hat seine Berechtigung und benötigt seinen Platz, aber das Gute wiederum soll ebenso bewusst wahrgenommen und durch Dankbarkeit betont werden. Das gleicht aus und bringt Zufriedenheit.
Mehr Worte habe ich nicht.
In tiefer Dankbarkeit und voller Mitgefühl.


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